6. Dezember 2016


Flüchtlinge

18-Jähriger verantwortlich für Großeinsatz

Am Montagnachmittag gegen 13:45 Uhr soll eine Fußgängerin im Bereich der Gemeinschaftsunterkunft Gut Wolfersdorf bei Kellberg mehrere Schüsse gehört haben. Als der Vorfall um ca. 14:20 der Polizeiinspektion Passau gemeldet wurde leitete diese daraufhin sofort den Großeinsatz ein und brachte die Bewohner vorübergehend in eine andere Unterkunft.
Darüber hinaus sah die Passantin laut Pressmeldung des Polizeipräsidiums Niederbayern auf einem Balkon der Anlage eine männliche Person, die eine Pistole mit einem silberfarbenen Lauf in der Hand hielt.
Die große Präsenz an verschiedenen Einsatzkräften zeigte, dass man in Ernstfällen auch im ländlichen Raum in der Lage ist unsichere Tatorte, binnen kürzester Zeit, weiträumig abzuriegeln.
Bereits zuvor durchsuchten die Einsatzkräfte die gesamte Unterkunft in Gut Wolfersdorf, um jegliche Gefährdung vor Ort ausschließen zu können. Da keine Hinweise auf den Verbleib des Tatverdächtigen und der Waffe festgestellt wurden, hob die Polizei die Absperrmaßnahmen gegen 19 Uhr wieder auf, sodass die Bewohner in ihre Unterkünfte zurückkehren konnten.
Nach umfangreichen Vernehmungen und intensiven Ermittlungstätigkeiten konnte die Polizeiinspektion Passau am Dienstagnachmittag einen 18-jährigen Schüler aus dem südlichen Landkreis Passau verhören. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der junge Mann mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen. Da durch die Aktion des Schülers ein Großeinsatz ausgelöst wurde muss er vermutlich mit einer empfindlichen Strafe rechnen.



Oben