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Energiespeicher-Werk in Untergriesbach 350 Millionen Euro-Projekt vorgestellt
Karl Maresch, Betriebsleiter der Grenzkraftwerke GmbH: "Ist überschüssige Energie verfügbar, dann transportieren die Pumpen Wasser in das Speicherbecken. Steigt der aktuelle Energiebedarf, dann wird der See abgelassen, mit den Turbinen Strom erzeugt und ins Netz eingespeist." Ein Energiespeicher zwischen Riedl und Gottsdorf ist bereits seit den 70er Jahren im Gespräch. Immer wieder kamen die Pläne auf, wurden jedoch genau so oft wieder verworfen – vor allem aus Naturschutzgründen. Jetzt wurde das Projekt komplett umstrukturiert und auf die effiziente Nutzung umweltfreundlicher Energien ausgerichtet. Zudem wurde die Dimension überdacht und auf die Hälfte reduziert. So erhofft sich die Donaukraftwerk Jochenstein AG eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung. Im Dialog mit den Anwohnern wolle sie mögliche Beeinträchtigungen minimieren, so Projektleiter Dominik Mayr. Gegen viele Bedenken während des Baus oder des Betriebes seien bereits Lösungen erarbeitet worden. Die Wasserrohre und das Kraftwerk werden zum Beispiel unter der Erde liegen. Und es gäbe auch viele Vorteile für die Region wie bis zu 500 neue Arbeitsplätze während des Baus. Rund 350 Millionen Euro will die Donaukraftwerk Jochenstein AG im Markt Untergriesbach investieren. Ein Teil davon wird in den nachhaltigen Umweltschutz in diesem sensiblen ökologischen System fließen. Ein Jahr lang werde zunächst Flora und Fauna untersucht und kartografiert, berichtet Umweltexpertin Patrizia Dreier. In der Umsetzung des Energiespeicherwerkes solle dann auf die bedrohte Pflanzen- und Tierwelt Rücksicht genommen werden. Parallel zur Umweltstudie wird bis Mitte 2011 auch das Raumordnungsverfahren vorangetrieben. Für 2014 ist der Baubeginn gelant, 2018 soll das Werk ans Netz gehen. Dann könnten bis zu 100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch die Fallrohre fließen und mit einem Wirkungsgrad von rund 78 Prozent bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen – genug für eine halbe Million Menschen. Doch zunächst werden sich wohl Anwohner und Naturschützer mit ihren Bedenken zu Wort melden. |
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Quelle: trp1 |
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