14. Juni 2018


Kriminalität

Aussage gegen Aussage im Berufungsverfahren

Am Donnerstag mussten sich drei Asylbewerber im Alter zwischen 18 und 19 Jahren vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Passau verantworten. Den jungen Männern wird zur Last gelegt, unter anderem an tätlichen Auseinandersetzungen am 25. März 2017 vor einer Diskothek in Passau beteiligt gewesen zu sein. Ferner wird einem der Asylbewerber, dem damals 18-jährigen K. auch sexuelle Belästigung vorgeworfen. Im Laufe des ersten Verhandlungstags wurde das Opfer Carina A. zu der vermeintlichen sexuellen Belästigung befragt. In allen Punkten stand dabei Aussage gegen Aussage. Der damalige Freund von Carina A. bestätigte anschließend vor der Jugendstrafkammer sämtliche Anklagepunkte. Die drei Asylbewerber bestritten in der Verhandlung, dass es einen sexuellen Übergriff gegeben hat. Ferner wird den beiden Angeklagten S. und R. zur Last gelegt, den Begleiter der 17-Jährigen Geschädigten und ihres Freundes zu Boden geworfen und dort mit Tritten und Schlägen traktiert zu haben. Der Geschädigte erlitt dabei unter anderem einen Ellenbogenbruch. Die Schlägerei mit dem Geschädigten räumten die Angeklagten ein, gaben jedoch an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Im Anschluss soll es zu einer weiteren Schlägerei mit drei Beamten der Bundespolizei in zivil gekommen sein, die schlichtend eingreifen wollten. Das bestritten die drei Angeklagten ebenfalls. Der zweite Verhandlungstag ist für den 21. Juni angesetzt.



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