1. Juni 2018


Kriminalität

Bewährungsstrafe im Berufungsprozess

Während des gesamten Prozesstags am Landgericht Passau zeigte die Beschuldigte keinerlei Reue. Nach einem Geständnis über ihren Anwalt wurde Michaela B. schließlich zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung, sowie zu Schadensersatzzahlungen an ihren ehemaligen Lebensgefährten in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. Selbst auf die Nachfrage des vorsitzenden Richters wollte sich die Beschuldigte nicht persönlich zu den Tatvorwürfen äußern. Nach dem Ende der Beziehung zu dem Geschädigten Sebastian S. setzte Michaela B. dessen Audi A4 vorsätzlich in Brand. Darüber hinaus machte sich die Angeklagte der Urkundenfälschung strafbar, um Sebastian S. zu schaden. Im Namen des Opfers ließ sie dessen Arbeitgeber verschiedene Dokumente zukommen, darunter ein gefälschtes Anwaltsschreiben, eine fingierte Kündigung sowie ein vorgetäuschtes Geständnis einer Vergewaltigung. Des Weiteren sandte Michaela B. den Eltern des Geschädigten eine fiktive Todesanzeige ihres Sohnes.



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