4. April 2017


Passau

Caritas Fachtagung zum Thema Inklusion

Miteinander leben und lernen, das darf für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen kein Versprechen bleiben. Deshalb hat der Caritasverband für die Diözese Passau zu einer Fachtagung mit dem Thema „Mehr Inklusion in Gesellschaft und Region“ eingeladen. Über 150 betroffene Eltern und Menschen mit Behinderung, Fachleute und Politiker, haben dabei die Lebenswirklichkeit in Familie, Kindertagesstätten, Schulen und Freizeit auf den Prüfstand gestellt.
Einen großen runden Tisch hatte die Caritas der Diözese Passau mit den Schulämtern von Stadt und Landkreis Passau sowie dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik Dritter Orden organisiert. Betroffene, Politiker, Fachleute, Eltern, Lehrer und Erzieher nahmen daran teil.
Für den neunen Passauer Caritasdirektor Michael Endres war es der erste Arbeitstag. Für ihn ist klar: Die Caritas will das Thema Inklusion mit Blick auf das neue Bundesteilhabegesetz noch stärker verorten.
Einig waren sich die Fachleute und Politiker darüber, wenn Inklusion keine Illusion bleiben soll, müssen zu allererst die Barrieren in den Köpfen und das Defizit-Denken überwunden werden. Dafür will die Caritas sensibel machen.
Mit ihren eigenen Einrichtungen will die Caritas den Menschen mit Behinderung Lebensmöglichkeiten erschließen. An den Regelschulen ist noch einiges nachzuholen.
Wie schwierig es für körperbehinderte Menschen in Passau ist schilderte die Unternehmerin Anna Radtke.
Inklusion als Prozess müsse politisch gewollt sein und zivilgesellschaftlich umgesetzt werden, so das Fazit der Veranstaltung.



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