24. März 2017


Kunst und Kultur

Catharina von Siena

Catharina von Siena war eine außergewöhnliche Frau deren Strahlkraft bis heute wirkt. In einer Männerwelt konnte sie, die sie sich als einfache Ordensfrau bei Kirchenmännern und Politikern ihrer Zeit durch setzten. In Avignon gelang es ihr 1376, Papst Gregor XI. zur Rückkehr nach Rom zu bewegen. Als 1378 unter Urban VI. eine Kirchenspaltung drohte, wirkte sie für eine Friedenslösung. Über diese Frau veranstaltete das Haus Spectrum in Passau ein Symposium um ihre Bedeutung auf die heutige Zeit zu übertragen.

Catharina von Siena, sie lebte im 14 Jahrhundert in einer Zeit großer politischer und religiöser Spannungen, eine Zeit der Kriege, Epidemien, einer Zeit im Umbruch die durchaus parallelen zu unserer Zeit hat. Es gab große Auseinandersetzungen zwischen den italienischen Stadtstaaten und die Kirche stand am Abgrund.
Einer Frau die in einer total von Männern dominierten Welt lebt. Trotzdem erkannte sie ihre Berufung, ihren Auftrag, den Mächtigen der Kirche und der Politik Parole zu bieten und sie sogar zu kritisieren.

Möglich wurde ihr dies durch das Gebet und der Meditation. Sie zog sich drei Jahre in die Einsamkeit zurück und erlangte in dieser Einsamkeit große theologische Kenntnisse.

Beim Symposion zum 670. Geburtstag dieser Frau im Haus Spectrum in Passau versuchten sieben theologische Referenten dem Geheimnis dieser Frau auf die Spur zu kommen und ihre Bedeutung für die heutige Zeit herauszustellen. Drei Punkte haben sich dabei herauskristallisiert.
Bereits 1461 wurde Katharina von Siena heiliggesprochen und 1939 zur Schutzpatronin von Italien erklärt. Papst Paul VI. erhob sie 1970 zur Kirchenlehrerin, 1999 wurde sie von Johannes Paul II. zur Patronin Europas erhoben.



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