3. April 2014


Allgemein

Drei Jahre Jugendhaft

„Ich bin kein schlechter Mensch!“, so lauteten eingangs die Worte des 19-Jährigen Kevin M. aus dem Landkreis Freyung Grafenau. Am Dienstag hat die große Jugendkammer des Landgerichts Passau gegen den jungen Mann verhandelt. Der Tatbestand: Versuchte Räuberische Erpressung. Am 31. Oktober vergangenen Jahres soll der Angeklagte auf einem Wanderweg im Bayerischen Wald einen Familienvater, in Begleitung seiner Frau und deren drei Kinder mit einer Schreckschuss-Pistole bedroht haben. Dabei ließ sich das Aussehen der Waffe schwer von der einer echten Schussfeuerpistole unterscheiden. Der Täter soll von dem 71-Jährigen Wanderer Geld gefordert haben. Als das Opfer darauf hinwies kein Geld bei sich zu tragen, soll sich Kevin M. selbst überzeugt haben. Als dem auch so war, sah er sein Vorhaben als gescheitert und ist geflohen. Unmittelbar danach hat die Familie die Polizei benachrichtigt, die den Täter kurz darauf fassen konnten. Im Anschluss saß Kevin M. bis zur Verhandlung in der JVA Passau in Untersuchungshaft. Beweggründe der Tat sollen Drogen- und Geldprobleme gewesen sein. Dem 19-Jährigen wäre die Schwere des Vergehens bewusst und ihm tue das alles sehr Leid. Anschließend entschuldigte er sich bei den Opfern. Das Urteil lautet 3 Jahre Jugendhaft.



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