26. Februar 2014


Allgemein

Einmalig

Fast zwei Jahre hat der Bau des neuen Dienstgebäudes der Polizei in Grafenau gedauert. Für rund 4 Millionen Euro ist dort eine Inspektion entstanden, die momentan die modernste ihrer Art in Bayern ist.

Hier hat das Staatliche Bauamt Passau durch seine Planungen dafür gesorgt, dass die aktuellen Werte der Verordnung von 2009 nicht nur eingehalten, sondern sogar deutlich unterschritten werden. 80% Energieersparnis sind bei einem Polizeigebäude bislang einmalig in Bayern.

Geheizt wird mit Pellets – also annähernd zu 100% mit Biomasse. Außerdem gibt es eine Wärmerückgewinnung im Gebäude.

21,5 Tonnen Kohlendioxydausstoß pro Jahr lassen sich mit der neuen Bauweise verringern. Das entspricht dem jährlichen Gasverbrauch von vier Einfamilienhäusern.

Erstmals in Bayern ist der energetische Standard eines Passivhauses für ein Dienstgebäude realisiert worden und wird nun im Polizeidienstbetrieb erprobt. Eine weitere Inspektion entsteht derzeit in Nürnberg.

Den Umzug von der alten in die neue Wache haben die rund 40 Bediensteten am vergangenen Dienstag allein bewältigt – ohne Umzugsunternehmen.

Ganz vergessen werden die Beamten die alte Inspektion vermutlich trotzdem nicht. Denn im Treppenhaus sorgt die bei öffentlichen Gebäuden vorgeschriebene Kunst am Bau dafür, dass die alte Wache in Erinnerung bleibt.

Davon wird sich wohl auch der Innenminister überzeugen können. Joachim Herrmann soll im Mai zur offiziellen Einweihungsfeier kommen – so der jetzige Stand der Dinge.



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