25. August 2015


Bildung

Fit im Kopf: Wie kommt ein Kaufvertrag zustande?

Nahezu jeden Tag schließt ein jeder von uns einen Kaufvertrag ab.

Ein Beispiel hierzu: Natalie geht in eine Bäckerei. Sie bestellt eine Breze. Diese Bestellung ist Natalies Angebot an die Bäckereifachverkäuferin, einen Kaufvertrag mit ihr einzugehen. Sie wiederum packt die Breze in eine Tüte und gibt sie Natalie. Somit erfolgt die Annahme des Vertrages durch die Verkäuferin. Ein Kaufvertrag ist also zustande gekommen, da sich beide Willenserklärungen decken. Als Käuferin muss Natalie die Breze nur noch bei der Verkäuferin bezahlen. Dabei muss die Verkäuferin das Geld annehmen.

Ein Kaufvertrag benötigt somit immer ein Angebot, eine Annahme und zwei sich deckende Willenserklärungen. Er verpflichtet zum Wechsel des Eigentums an einer Sache für eine Gegenleistung. Ein Kaufvertrag ist die häufigste Form von sogenannten Rechtsgeschäften im alltäglichen Leben.

Nach der Entstehung eines Kaufvertrags folgen das Erfüllungs- und das Verpflichtungsgeschäft. Der Käufer muss die Ware annehmen und dafür bezahlen – der Verkäufer muss die Ware übergeben und die Bezahlung annehmen. Die Bereitstellung der Ware frei von jeglichen Sach- und Rechtsmängeln stellt eine Hauptpflicht des Verkäufers dar.

Zudem ist ein Kaufvertrag meist formlos. Er kann zum Beispiel schriftlich, mündlich oder per Handschlag abgeschlossen werden. Eine Ausnahme bildet nur der Haus- oder Grundstückskauf, bei dem ein Notar anwesend sein muss. Bei teuren Gegenständen, wie beispielsweise einem Autokauf, wird zu einem schriftlichen Kaufvertrag geraten.

In Deutschland regelt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz das BGB,
den gesetzlichen Rahmen für Kaufverträge und Rechtsgeschäfte.
Dort findet man den Kaufvertrag unter Paragraph 433. Für Antrag und Annahme sind die Paragraphen 145 und 147 zuständig. Die Paragraphen 130 und 133 beschäftigen sich mit der Willenserklärung.



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