23. November 2018


Kriminalität

Fünfter Verhandlungstag im Fall Maurice K.

Der Start in den fünften Verhandlungstag um den getöteten Maurice K. ist für alle Beteiligten im Passauer Landgericht überraschend verlaufen. Der Angeklagte Adrian K. äußerte sich in einer Einlassung über seinen Verteidiger zum Tatgeschehen. Zu Beginn seines Geständnisses verlas sein Verteidiger sein tiefstes Bedauern zu dem Geschehen im April 2018. Nach schwerer Kindheit, sowie Alkohol-und Drogenmissbrauch befinde sich der Angeklagte derzeit in Therapie. Von dem Menschen von damals sei nichts mehr übrig. Auch deshalb soll sich Adrian K. zu einer Einlassung durchgerungen haben. Er beabsichtige, in seinem Leben endlich aufzuräumen, so der Angeklagte. Er selbst habe, wie in der Beweisaufnahme mehrmals bestätigt, nicht auf Maurice K. eingeschlagen. Adrian K. räumte jedoch einige unangemessene Äußerungen ein: Darunter auch die Drohung: „Wenn ihr zur Polizei geht, dann fick ich euch alle“. Weiter belastete er drei Mitangeklagte , vor allem Kenny R., schwer: er habe mit Pascal K. und Alan B. zusammen auf das spätere Opfer eingeschlagen, so Adrian K.

Nach einer kurzen Unterbrechung wurden weitere Zeugenaussagen der Ersthelfer und des Notarztes gehört. Im Anschluss wurde das rechtsmedizinische Gutachten der Leichenobduktion von Maurice K. verlesen. Die Rechtsmedizinerin stellte fest, dass beim Eintreffen der Ersthelfer und des Notarztes bereits so viel Blut in Maurices Lungen und Atemwegen gelangt war, sodass jede Hilfe zu spät kam. Die Hauptverhandlung gegen die nun mehr fünf Angeklagten soll am Donnerstag, den 29. November fortgesetzt werden.



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