8. April 2016


Umwelt und Natur

Borkenkäferbefall in deutschen Wäldern

Im Frühjahr dieses Jahres wurde ein dramatischer Anstieg des Borkenkäferbefalls in den deutschen Wäldern festgestellt. Die Steigerung des Bestands wurde zum einen von Sturmtief Niklas im Frühjahr 2015 begünstigt. Die umgeworfenen Bäume und die teilweise schleppende Aufarbeitung der Schäden boten dem Käfer günstige Brutstätten. Zum anderen der heiße und trockene Sommer. Ein weiterer Grund war außerdem der hohe Bestand an Zapfen, welche durch den hohen Wasserverbrauch die Bäume zusätzlich schwächten. Betroffen sind davon hauptsächlich Fichten, welche speziell von zwei Arten von Borkenkäfern angegriffen werden, dem Buchdrucker und dem Kupferstecher. Der hohe Fichtenanteil der deutschen Wälder bietet den Insekten ein ideales Vermehrungsumfeld. Dabei greifen die Insekten den Baum auf verschiedene Weise an. Wurde ein Borkenkäferbefall letztendlich festgestellt, gibt es ganz bestimmte Maßnahmen, um diesen zu bekämpfen und so eine Ausweitung zu verhindern. Das abtransportierte Holz wird für gewöhnlich zum nächsten Sägewerk zur weiteren Verwendung transportiert. Dort wird es unter anderem zu Brettern oder Balken weiter verarbeitet. Bei der gerodeten Fläche besteht eine Wiederaufforstungspflicht. Um einen Rückbefall zu vermeiden, wird vor allem großer Wert darauf gelegt, dass ein Mischwald mit hohem Laubholzanteil entsteht. Für die Beseitigung der befallenen Bäume hat Ludwig Geier eine wichtige Botschaft. Wenn man als Waldbesitzer einen Borkenkäferbefall vermutet, kann man sich an den jeweilig zuständigen Förster wenden. Das Überprüfen durch einen Förster ist kostenfrei. Lieber stellen die Förster einen Befall nicht fest, als zu spät.



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