10. Juni 2015


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Geldstrafe für Jäger

Im Fall der erschossenen Jagdhunde „Babsi“ und „Lola“ bei Obernzell hat das Amtsgericht Passau am Dienstag das Urteil gesprochen. Es verhängte gegen den 59 Jahre alten Jäger eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro. Er habe die beiden Tiere beim Jagen eines Rehs in seinem Revier erwischt, ihre Warnwesten nicht gesehen und sie deshalb getötet, hatte der Angeklagte zur Begründung angegeben. Das Gericht folgte der Argumentation aber nicht. Die Ortungshalsbänder, die die Hunde trugen, hätten nur langsames Fortbewegen der Tiere dokumentiert. Zudem hatte die gefundene Weste ein Einschussloch. Das Amtsgericht nahm an, dass der Jäger die Tat verschleiern wollte. Das Jagdgesetz verbietet, dass auf Hunde im Dienst, so wie in diesem Fall bei einer Drückjagd, geschossen wird. Weil dem Verurteilten bei der Höhe der Strafe eine fünfjährige Sperre für einen neuen Jagdschein droht, könnte es sein, dass er Berufung einlegen wird, so Amtsgerichtsdirektor Joachim Peuker.



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