6. April 2017


Eggenfelden

Gras auf Rezept – Cannabis-Anbau in Eggenfelden genehmigt

Marihuana, Weed, Mary Jane oder ganz einfach nur Gras, die Namen für die Hanfpflanze sind so vielzählig wie die Missverständnisse ihrer Nutzung. Das jetzt zumindest auch Menschen in Deutschland, die unter ALS, Multipler Sklerose oder Krebs leiden, von den Vorteilen einer Cannabistherapie profitieren dürfen, scheint einen ersten Weg zu einem neuen konstruktiven Umgang mit der jahrhundertealten Kulturpflanze zu ebnen.
Cannabis war seit den frühen Kreuzzügen im 11. Jahrhundert in der europäischen Volksmedizin als Heilmittel bekannt und bis Anfang des 20. Jahrhunderts, vor allem in Form von alkoholischen Extrakten, ein leicht verfügbares Medikament. Erst in den 30er Jahren wurde die Cannabis-Pflanze weltweit als gefährliches Opiat gebrandmarkt.
Nachdem nun immer mehr Länder die Nutzung von Cannabis wieder legalisieren, gab kürzlich auch der deutsche Bundestag zumindest die medizinische Nutzung von Marihuana in einem ersten Schritt wieder frei. Durch diese Freigabe bekommen nun viele Städte in Deutschland die ersten Anbauanfragen, wie zum Beispiel die Stadt Eggenfelden.
Für den Anbau würde die Stadt Eggenfelden ein Grundstück in Hetzenberg mit rund 1,6 Hektar zur Verfügung stellen.
Das Gras wird aber nicht einfach in der freien Natur angebaut, sondern in gut geschützten Hallen, mit modernster Technik.
Ob es in Eggenfelden tatsächlich bald den ersten medizinischen Cannabis-Anbau in der Region gibt, hängt allerdings noch von verschiedenen Faktoren ab.
In den USA haben einige Bundesstaaten bereits nicht nur die reine medizinische Anwendung von Cannabis, sondern auch die kontrollierte Nutzung von Marihuana als Genussmittel für Erwachsene gesetzlich freigegeben.



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