5. Dezember 2016


Katastrophen und Unfall

Haftstrafe für Fahrdienstleiter

Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling wurde am Montag das Urteil verkündet. Die Große Strafkammer am Landgericht Traunstein verurteilte den Angeklagten zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Bahnmitarbeiter der fahrlässigen Tötung schuldig ist. Wie berichtet wurden bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar in Oberbayern 12 Menschen getötet und fast 90 teils lebensgefährlich verletzt. Bereits zu Prozessbeginn gestand der Bahnmitarbeiter bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge von einem Handyspiel abgelenkt gewesen zu sein. Deshalb hatte er im Stellwerk mehrere Signale falsch gestellt und beide Züge gleichzeitig auf die eingleisige Strecke geschickt. Beim Absetzen eines Notrufes drückte er außerdem noch eine falsche Taste. Wodurch der Alarm die Lokführer nicht erreichte und ein Frontalzusammenstoß somit unabwendbar wurde.



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