2. April 2014


Hochwasser

Hochwasser – 10 Monate danach

Die Stadt Passau – sie war hochwassererprobt. Doch mit der Flut im Juni 2013 war auch sie überfordert. Nachdem das Wasser gegangen war, wurde so schnell es ging aufgeräumt. Der Normalzustand aber konnte an vielen Stellen bis heute noch nicht wieder hergestellt werden. Im Gegenteil: der Altstadtkindergarten fiel erst jüngst den Baggern zum Opfer. Der Neubau wird voraussichtlich erst bis Oktober 2015 fertig gestellt sein. Auch bis die Altstadtschule wieder bezogen werden kann, soll es noch bis November dauern.

In der von Künstlern so gemochten Höllgasse werden die ersten Läden und Ateliers wieder bezogen. Es dauert seine Zeit, bis die Feuchtigkeit aus den Wänden gewichen ist. So wie bei Eva Schmidt. Bei ihr ist seit 10 Monaten der Gasofen voll aufgedreht, immer wieder lüftet sie. Das sei das beste.

Auf etwa 190 Millionen Euro schätzt allein die Stadt Passau die Schäden im privaten und öffentlichen Bereich. Dort wurden bisher rund 40 Millionen Euro an Hochwasserhilfen ausbezahlt.

Aber auch im Landkreis Passau hatte die Flut immense Schäden angerichtet. In Erlau mussten ganze Ortsteile evakuiert werden. Hier hatten viele Hauseigentümer allerdings eine Elementarversicherung abgeschlossen.

Im Moment laufen die Sanierungsarbeiten am Sportplatz. Das Feuerwehrhaus ist fertig gestellt. Und auch bei den letzten, noch unverputzten Häusern werden die Spuren der Überschwemmungen bald verschwunden sein. In den Köpfen allerdings, ist das Erlebte noch immer präsent.

Unmittelbar nach der Flut wurde viel für die Hochwasseropfer getan – es stand schließlich die Landtagswahl bevor. Jetzt hoffen die Betroffenen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten – damit sich die Bilder von vor 10 Monaten nicht irgendwann wiederholen…



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