13. März 2017


Freyung

Kulturpreis Freyung

Der Auftritt einer tschechischen Musikgruppe setzte ein Zeichen für die vielfältigen kulturellen Beziehungen zum Nachbarland Tschechien. Die pflegt seit Jahrzehnten Heinrich Vierlinger. Dafür wurde ihm unter großem Beifall des bis auf dem letzten Platz besetzten Kurhauses der Kulturpreis verliehen.
In seiner für ihn gehaltenen Laudatio pries ihn Alois Seidl als Vermittler und Brückenbauer der sich durch vielfältige Aktivitäten als Kommunikator und Reiseleiter auszeichnet. Es zeigte sich, dass jeder der Anwesenden an einer der vielen Reisen und Wanderungen von Heinrich Vierlinger teilgenommen hat.
Ausgezeichnet wurde auch der Maler Josef Schneck aus Riedlhütte. In seiner Laudatio beschrieb Stefan Rammer den Maler als einen Menschen der zutiefst mit seiner Heimat dem Bayrischen Wald verbunden ist. Schneck ist kein Welt verneiner, sondern ein kraftvoller, energiereicher und schwungvoll aktiver Künstler. Seine Bilderwelt ist vielfältig: Religiös, verzaubert, doppeldeutig und vor allm kreativ.
Der Nachwuchsförderpreis ging an die junge Musikerin Julia Niedermeier. Sie gab während der Veranstaltung mehrfach eine Kostprobe ihrer großen Kunst auf der Gitarre eindrucksvoll zu Besten.
Ihr Weg führt sie musikalisch weiter. Sie studiert derzeit an der Hochschule für Schulmusik in München.
Kulturkreisvorsitzender Claus Kappl gab den Gästen der Verleihung einen Überblick über die Entwicklung des Kulturkreises seit seiner Gründung vor über dreißig Jahren. Neue Wege sollen gegangen werden. Dazu gehört die verstärkte Hinwendung zur Jugend, die Überlegung zur Gründung eines regionalen Kulturbüros und die Überlegung wie es mit dem Wolfsteiner Herbst weitergeht. Mobilität schuf Veränderungen denen es Rechnung zu tragen gilt. Nicht zuletzt beobachte er einen Kulturkampf. Noch nie waren so viele Comediens auf den Bühnen des Landkreises wie im vergangenen Jahr. Im Zuge dieser Entwicklung droht das ganzjährige und vielseitige Kulturprogramm der Kulturschaffenden aus der Region an den Rand gedrängt zu werden. Es gilt für den Kulturverein, sich neu auszurichten.



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