16. November 2018


Kriminalität

Mögliche Wende im Prozess

Am Donnerstag ist die Hauptverhandlung im Fall um den getöteten Maurice K. vor der Großen Jugendkammer am Passauer Landgericht fortgesetzt worden. Nach Redaktionsschluss kam ein überraschendes Detail ans Licht: Laut Aussage eines Angeklagten soll Maurice K. maximal vier Tage vor der tödlichen Auseinandersetzung im April in eine andere Schlägerei mit einem 16-Jährigen verwickelt gewesen sein, bei der er an der Nase verletzt wurde. Der 16-Jährige wurde am Donnerstagnachmittag dazu ebenfalls vor Gericht vernommen. Der Großen Jugendkammer stellt sich nun die Frage, ob ihm die Verletzungen durch die vorangegangene Schlägerei erst später zum Verhängnis geworden sind. Der junge Mann, der Maurice an der Nase verletzt haben soll, erinnerte sich, wie viele andere Prozessbeteiligte, nur an Bruchteile der Schlägerei am 16. April. Er räumte jedoch ein, mit dem späteren Opfer bereits vor dem 16. April in eine Auseinandersetzung verwickelt gewesen zu sein. Außerdem soll Maurice seinen Angaben zufolge im Anschluss tatsächlich aus der Nase geblutet haben. Zudem verschickte der 16-Jährige via Whatsapp Sprachnotizen, die am Donnerstag vor Gericht abgespielt wurden. Darin hieß es: „Wenn der seine Freunde mitbringt, der Maurice, dann ist der so tot“. Der Prozess soll am Donnerstag, den 22. November, fortgesetzt werden.



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