12. April 2017


Gesundheit und Ernährung

Neue Notarztverordnung

Am ersten April trat eine neue Notarztverordnung in Kraft die ein wenig an einen Aprilscherz erinnert. Da die Notaufnahmen in den Kliniken meist unter großem Druck. Nun versucht man mit einer bundesweiten Regelung Abhilfe zu schaffen. Richten sich Ärzte nach dieser Verordnung, müssten sie innerhalb von zwei Minuten entscheiden, ob eine Notfallbehandlung gerechtfertigt ist oder nicht. Ansonsten überschreiten sie die dafür bereit gestellten Mittel und das Defizit müsste das Krankenhaus tragen.

Vorweg kann man sagen: Wer in eine Notaufnahme einer Klinik kommt, kann nicht abgewiesen werden. Er muss erst einmal untersucht werden was ihm tatsächlich fehlt.
Das kann aber nicht auf kurze Zeit und nicht kostendeckend von einem Arzt vorgenommen werden. Denn dabei oberflächlich zu bleiben, kann schlimme Folgen haben.
Aber auch wenn es möglich wäre auf Grund des Befundes einen Patient von der Notaufnahme wieder wegzuschicken, bleibt ein fader Beigeschmack.
Die neue Verordnung soll die Notaufnahmen in den Kliniken eigentlich entlasten. Denn immer mehr werden sie und nicht mehr der Hausarzt, zur ersten Anlaufstelle für die Patienten.
So wird es wohl auch in Zukunft bleiben solange die Notaufnahmen nicht verstärkt ausgebaut werden.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisiert die Regelung scharf. Es stelle sich die Frage der Umsetzbarkeit. Schließlich dürfe kein Patient abgewiesen werden.
So wird sich wohl nicht viel ändern. Trotz der neuen Verordnung, die es Kliniken erlauben würde, tagsüber Patienten abzuweisen.



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