10. Audi quattro-Treffen in Finsterau
2500 Autobegeisterte im Bayerischen Wald
Es ist schon ein besonderes Bild, einmal im Jahr in Finsterau im Bayerischen Wald. Mitten im Winter, bei tiefem Schnee treffen sich hier Audi quattro-Freunde aus ganz Deutschland zum Driften. Vom Serienfahrzeug bis zum eigenwilligen Umbau war in diesem Jahr alles dabei. Was im Straßenverkehr als waghalsiges Fahrmanöver verschrien ist, wird im Finsterau auf sicherem Terrain zum Fahrspaß der besonderen Art. Driften, bis der Motor aussetzt. Der Schnee spritzt, das Auto geht quer – Der Audi quattro driftet um den Parcours. Ist es Wahnsinn, Spaß oder fahrerisches Können – ein Mischung aus allem wahrscheinlich. Seit zehn Jahren treffen sich Audi quattro Freunde aus Deutschland und Österreich Anfang Februar in Finsterau im Bayerischen Wald. Der permanente Allradantrieb des quattro ist hier bitter nötig. Im frei geräumten Kessel werden die Grenzen des Kultautos ausgetestet.
Vom Serienfahrzeug bis zum verrückten Totalumbau – einige der 500 quattro-Fahrer kommen schon seit Jahren nach Finsterau.
Von Straßenrowdies will sich der Veranstalter, der Förderverein Motorsport Finsterau, trotz Drift-Veranstaltung distanziert wissen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist eng.
Ihre Geschicklichkeit im Umgang mit einem Allrad im Schnee bewiesen dann auch die Teilnehmer des ADAC –Slaloms im Kessel. Den ersten Preis holte sich Stefan Fischer aus Arnbruck mit einem Audi 90.
Beim quattro-Pulling hatte Stefan Eder aus Schönberg den stärksten Audi.
Für alle, die sich gern an goldene quattro-Zeiten erinnern, war zum zehnjährigen Jubiläum auch etwas Besonderes dabei. Das legendäre Flügelmonster von Rallyeass Walter Röhrl, der Audi Sport quattro S1, war ausgestellt.
Insgesamt 2500 Autobegeisterte pilgerten in diesem Jahr nach Finsterau. Es ist das größte und älteste Wintertreffen seiner Art. Die Veranstaltung ist sicher nicht Jedermanns Sache, aber bei quattro-Freunden schlug an diesem Wochenende das Herz wieder höher.
Quelle: trp1