3. März 2016


Landkreis Passau

Portrait Ida Teuchner

Die schöpferische Fähigkeit Leben zu schenken ist für viele Frauen, trotz unserer kinderarmen Gesellschaft, ein psychisch tief verwurzelter Wunsch. Hebammen erleben dieses Wunder der Geburt mehrmals in der Woche, so wie Ida Teuchner, die als Geburtshelferin im Krankenhaus Freyung arbeitet – und die diese Berufung schon früh in sich fühlte. Ganz so leicht und geradlinig war der Weg zur Erfüllung ihres Berufswunsches jedoch nicht. Unglücklicherweise bringt die Arbeit als Hebamme einige Nachteile mit sich, die diesen Beruf in der heutigen Zeit nicht gerade attraktiv machen. Sei es die zeitliche Flexibilität und die damit einhergehende schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die finanzielle Absicherung gegen Schadensersatzforderungen. Für Ida Teuchner sind diese beruflich bedingten Defizite jedoch vernachlässigbar. Dass sich um den Beruf der Hebamme in den letzten Jahrzehnten eine Art Industrie gebildet hat, beobachtet Ida Teuchner mit einiger Skepsis, ebenso wie das Anspruchsverhalten mancher Eltern. Damit Ida Teuchner diesen oftmals schwierigen Spagat zwischen Arbeit und Freizeit meistern kann, erhält sie Unterstützung von Ihrer eigenen kleinen Familie und ihrer Mutter, die ab und an gerne als Babysitter einspringt.



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