16. Januar 2017


Kriminalität

Prozess wegen versuchten Totschlag

Am Montag wurde im Landgericht Passau vor dem Schwurgericht der Prozess gegen den 42-jährigen Siegmund Alois F. wegen versuchten Totschlags und weiterer Körperverletzungen verhandelt. Dem Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen während eines Streits seine damalige Ehefrau Monika F. mit bedingtem Tötungsansatz bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben.
Wie berichtet, ereignete sich der Familienstreit im Juni vergangenen Jahres in Passau-Heining. Der stark alkoholisierte Ehemann stieß laut den Polizeiunterlagen seine ebenfalls betrunkene Frau zu Boden, kniete sich auf sie und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Dabei beschimpfte er sie und drohte ihr mit dem Tod. Als die vierzehnjährige Stieftochter des Opfers nach Hause kam, würgte er diese ebenfalls. Die beiden Geschädigten mussten mit leichten Verletzungen ins Klinikum gebracht werden.
Wie der Vorsitzende Richter feststellte handelt es sich bei dem Angeklagten nicht um einen Gelegenheitstrinker, sondern um einen Mann, der sich mit 2,5 Promille im Blut noch sicher bewegen könne. Unter normalen Umständen hätte hier bereits ein Notarzt wegen akuter Vergiftungserscheinungen gerufen werden müssen. Der Kfz-Lackierer gab an von dem besagten Angriff auf Monika F. nichts mehr zu wissen, da er zu stark betrunken gewesen sei. Generell stellte das Gericht jedoch fest, dass der Angeklagte gegenüber seiner damaligen Frau bereits des Öfteren handgreiflich wurde.
Das Urteil stand aufgrund der lange andauernden Verhandlung bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft forderte jedoch ein Strafmaß von 2 Jahren ohne Bewährung.



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