17. Januar 2017


Kriminalität

Prozessauftakt mit schwieriger Beweisaufnahme

Am Dienstag wurde im Landgericht Passau der Prozess gegen den 27-jährigen Manuel K. eröffnet. Ihm wird vorgeworfen seine damalige Ehefrau Eva K. in insgesamt 6 Fällen körperlich attackiert und verletzt zu haben. Darüber hinaus werden ihm 5 zusätzliche Fälle von Körperverletzung gegen eine weitere Freundin zur Last gelegt.
Zu Beginn der Verhandlung verlas der Anwalt von Manuel K. eine Erklärung des Angeklagten, in der dieser die elf ihm vorgeworfenen Taten weitestgehend einräumte. Eine Tötungsabsicht, bei dem Vorfall am Abend des 23. Septembers 2011, in der er seine Frau mit einem Küchenmesser bedrohte und anschließend neben ihrem Kopf mit dem Messer in den hinter ihr stehenden Schrank stieß, wies er jedoch von sich.
Im Verlauf des Prozesses wurde immer wieder die pathologische Eifersucht und der Waschzwang des Fitness-Kaufmanns thematisiert, da diese psychischen Störungen von Manuel K. als Auslöser für sein aggressives Verhalten angeführt wurden.
Darüber hinaus stellte das Gericht eine sadistische Neigung des 27-Jährigen fest, welche sich unter anderem durch zutiefst demütigendes Verhalten gegenüber den beiden Geschädigten zeigte.
So soll er laut Angaben seiner Ex-Frau, diese mit Geschenkpapier an einen Stuhl gefesselt, ein Papiertuch in ihren Mund gesteckt und dieses mit einem Feuerzeug angezündet haben.
In einem anderen Fall soll er in einer späteren Beziehung seine Freundin ebenfalls an einen Stuhl gefesselt, sie geschlagen und ihr danach in den Mund gespuckt haben.
Aufgrund der zu erwartenden, umfangreichen Beweisaufnahme hat die Kammer vorerst fünf Verhandlungstage angesetzt bei der etliche Zeugen sowie rechtsmedizinische und psychiatrische Gutachter geladen sind. Der nächste Termin findet am 23. Januar statt.



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