3. Juli 2015


Gesundheit und Ernährung

Risiko Nichtschwimmen

Ein Drittel der Grundschüler verläst einer Umfrage zufolge die vierte Klasse, ohne sicher schwimmen zu können. Aber gerade für Kinder stellt Schwimmen eine wichtige Lebensversicherung dar. Deshalb hat das Bayerische Gesundheitsministerium das Programm zur Prävention von Ertrinkungsunfällen der DLRG-Jugend Bayern mit über 100.000 Euro gefördert.

Knapp 400 Menschen kamen 2014 in Deutschland beim Baden ums Leben. Bayern ist trauriger Spitzenreiter – und das bereits zehn Jahre in Folge. Im vergangenen Jahr gab es im Freistaat 79 Ertrunkene zu beklagen. Zwar sank die Zahl der ertrunkenen Kinder in den vergangenen Jahren – die Zahl der Nichtschwimmer bei Kindern und Jugendlichen nimmt aber zu.

In den 1980er Jahren konnten noch mehr als 90% der Viertklässler in Westdeutschland schwimmen. Jetzt sind es bundesweit nur noch 70%. Mit ein Grund sei laut DLRG, dass in den vergangenen 10 Jahren 1100 Bäder für die Ausbildung verloren gingen. 320 weitere sind von einer Schließung bedroht. Hinzu kommt nach Ansicht des Schwimmmeisters im peb, dass die Sportstunden in der Schule reduziert worden sind.

Kinder und Jugendliche würden außerdem mehr Zeit vor dem Computer oder der Spielekonsole verbringen, so der Bademeister. Und wenn sie ins Schwimmbad gingen, würden sie selten im Becken 250 bis 500 Meter Bahnen schwimmen, was für die Ausdauer wichtig wäre.



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