29. August 2014


Freizeit und Hobbys

Römerradweg Etappe 4

Auf dem Römerradweg sind wir heute auf der vierten Etappe unterwegs. Gestartet in Passau ging es entlang des Inns nach Bad Füssing. Dort endete die erste Etappe.

Weiter ging es auf der zweiten Etappe wieder entlang des Inns  bis nach Ering am Inn zum Grenzübergang nach Österreich.

Auf der anderen Seite des Inns, in Oberösterreich auf Burg Frauenstein begann die dritte Etappe die uns durch das Innviertel in den Kobernaußerwald nach Waldzell führte.

Hier setzen wird unsere Reise auf dem Römerradweg fort und beginnen die vierte Etappe die von Waldzell über Frankenmark nach Attersee führt.

Von Waldzell aus geht es entlang der Ache hinein in den Kobernaußerwald. Mit dem angrenzenden Hausruckwald ist dieses Gebiet eine der größten zusammenhängenden Waldflächen in Mitteleuropa.

Es ist eine abgeschiedene Gegend durch die man ihn Ruhe radeln kann. Durchbrochen nur von einigen hellen Waldlichtungen wie in Reldleiten. Das dortige Forsthaus und das Gasthaus bieten sich als romantischer Rastplatz an.

Den Namen hat diese Gegend im Kobernaußerwald vom kleinen Flüsschen Redl der durch das Tal fließt.

Informationstafeln entlang des Römerradweges weisen auf die Besonderheiten hin, welche die an Blumen, Gräsern und seltenen Pflanzen reiche Natur in dieser Region zu bieten hat.

Der Kobernaußerwald ist ein Teil der Grenze zwischen dem Inn- und Hausruckviertel. Die hügelige bewaldete Landschaft wird immer wieder unterbrochen von kleinen Weilern die in diesem siedlungs- und verkehrsarmen Gebiet in den beiden großen Waldzonen Kobernaußerwald und Hausruckwald angesiedelt sind.

Über den in einem kleinen Tal liegenden Ort Fronau erreichen wir Frankenmarkt.

Der Römerradweg führt hier weiter nach Vöklamarkt in Richtung Enns. Es lohnt sich aber, von Frankenmarkt aus einen Abstecher auf der Zweigstrecke des Römerradweges an den Attersee zu unternehmen

Vorher besuchen wir noch die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus. Die reiche barocke Innenausstattung der Kirche mit ihrem eigenwilligen Emporen und den alten Wandmalereien zieht die Blicke auf sich.

Die ersten Urkunden über den Bau der Pfarrkirche stammen aus dem Jahr 1609. Es ist eine spätgotische Hallenkirche mit einer reichen brocken Ausstattung. Die Wandmalereien verherrlichen zum einen den Patron der Kirche, den heiligen Nikolaus, zum anderen zeigen sie biblische Szenen die in der Zeit der Gegenreformation im 16. Jahrhundert entstanden sind.

Von Frankenmarkt führt der Römerradweg weiter nach St. Georgen im Attergau in Richtung Attersee. In St. Georgen steht die St. Georgs Kirche inmitten des Ortes. Wer will kann von hier aus auch mit einer kleinen Lokalbahn in Richtung Attersee fahren.

Nach wenigen Kilometern weitet sich der Blick auf das Ziel der vierten Etappe des Römerradweges, auf den Attersee.

Der zum Salzkammergut gehörende See ist ein beliebtes Tauch- und Segelrevier. In der Belle Epoque war das Atterseegebiet Zentrum der Sommerfrische und für seine Künstlerkolonien bekannt. Gustav Klimt, Sommergast am Attersee, malte eine größere Anzahl Ansichten aus der Region. Gustav Mahler liebte den Urlaub am Attersee. Dort hatte der berühmte Dirigent und Komponist eigens sein Komponierhäuschen am See, das noch heute zu besichtigen ist. Mit der wunderschönen Kulisse des Sees und der nahen Berge beenden wir die vierte Etappe des Römeradweges.



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