18. November 2016


Freyung

Tatverdächtiger im Mordfall Lisa H. will sich stellen

Seit Tagen wird mit allen der Polizei zur Verfügung stehenden Mitteln nach dem sich auf der Flucht befindenden Dominik Riedl gefahndet.
Am Donnerstagabend wurde nun bekannt, dass er an seine Angehörigen eine Nachricht geschickt hat. In dieser teilte er sinngemäß mit, dass er noch etwas Urlaub machen wolle und sich dann stellen werde. Ein Lebenszeichen, welches auch geschulte Psychologen wie Albert Meindl irritiert.
Ob es Dominik Riedl ernst meint oder er mit seiner schriftlichen Ankündigung nur den internationalen Fahndungsdruck auf sich verringern will, darüber kann nur spekuliert werden.
Falls dem 22-Jährigen tatsächlich ein Tötungsdelikt nachgewiesen werden kann, wäre das Strafmaß im Falle einer Verurteilung, aufgrund fehlender Details zu dem Fall, noch nicht weiter eingrenzbar, so Stephan Reiffen, Fachanwalt für Strafrecht.
Das Verhalten nach einer Tat wird von Richtern und Staatsanwaltschaft in jedem Fall entscheidend mitberücksichtigt.
Am schwierigsten sei es laut Stephan Reiffen, im Laufe eines jeden Totschlag-Prozesses die sogenannte Qualifikation, auf deren Grundlage das Strafmaß festgelegt wird, herauszufinden.
Laut Obduktionsergebnis und dem bisherigen Stand der Ermittlungen dürfte die 20-Jährige beim Auffinden bereits bis zu drei Wochen tot gewesen sein. Weitere Details, insbesondere zu den genauen Todesumständen, gibt die Polizei derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nach wie vor nicht preis.



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