26. Mai 2015


wichtig

Trauer in Arnstorf um Brandopfer

„Ihren Familien gilt unsere Anteilnahme. Wir beten für eine vollständige Genesung der Verletzten.“ – So heißt es auf der Homepage der Firma Lindner in Arnstorf. Gemeint sind damit die sechs Opfer der Brandkatastrophe in Schneizlreuth im Berchtesgadener Land. Mitarbeiter der Firma Lindner aus Arntsdorf verbrachten hier das Wochenende als in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Feuer in dem Gästehaus einer Eventagentur ausbrach. Von den 47 Gästen konnten 41 Personen das Gebäude mit zum Teil schwersten Verletzungen verlassen. Sieben Gäste mussten in umliegende Krankenhäuser und Spezialkliniken eingeliefert werden.

Sechs Männer wurden zunächst vermisst. Im Laufe des Samstagnachmittags wurden sie im Obergeschoß des Gästehauses aufgefunden und bis gegen 17.00 Uhr geborgen.

Die Kriminalpolizei übernahm in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen. Laut des Präsidiums Oberbayern Süd wird Fremdeinwirkung als Brandursache ausgeschlossen. Wahrscheinlicher sei ein technischer Defekt an einer elektrischen Anlage, so eine Sprecherin gegenüber TRP1. Die Brandopfer wurden obduziert, sie sind an einer Rauchgasvergiftung gestorben. In Arnstorf herrscht tiefe Betroffenheit.

Zur Betreuung der geretteten Gäste waren mehr als 60 Helfer des Roten Kreuzes, des Krisen-Interventions-Teams und sieben Notärzte im Einsatz. Auch die in Arnstorf werden die Angehörigen und Kollegen seelsorgerisch begleitet. Trotz der schrecklichen Ereignisse hält Krisenseelsorger Dieter Schwibach es für wichtig Alltag zu  gestalten. Am 15. Juni um wird in einem ökumenischen Trauergottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Georg in Arnstorf der Brandopfer im Beisein des Passauer Bischofs Stefan Oster gedacht.



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