18. Februar 2014


Passau

Trauer um Kunstmäzen Hanns Egon Wörlen

„Wir sind das Ergebnis der Vergangenheit – und haben die Pflicht, die Zukunft zu gestalten.“ Ein Motto, das Hanns Egon Wörlen täglich gelebt hat. Wache Augen und offene Ohren für den Lauf der Zeit – bis zu seinem Tod am Montag nach langer Krankheit. Wörlens Bedeutung für die Kunst in Passau und ganz Ostbayern – von unschätzbarem Wert.

Als Sohn des Malers und Grafikers Georg Philipp Wörlen wurde Hanns Egon am 5. April 1915 in Rheinland-Pfalz geboren, kam mit fünf Jahren nach Passau. Nach dem 2. Weltkrieg kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück, leitete die Künstlervereinigung „Donau-Wald-Gruppe“. Und wirkte als Architekt in der Dreiflüssestadt.

Ende der 80er folgte die Gründung des „Museums Moderner Kunst Passau“ in der Bräugasse 17. Wörlen erfüllte sich den langersehnten Wunsch, die Kunstwerke seines Vaters in einem Museum auszustellen. Das MMK erwarb in all den Jahren hohes Ansehen. Gehörte zur Creme de la Creme der Moderne und der zeitgenössischen Kunst weit über die Grenzen Ostbayerns hinaus.

Die Person Hanns Egon Wörlen beeindruckte viele.

 

Zeitlebens nicht nur Denker, sondern Macher. Ein bequemer Mensch war Hanns Egon Wörlen nicht. Aber er wusste das Leben zu schätzen – besonders in den letzten Jahren.

Die Zukunft des Museums Moderner Kunst in Passau ungewiss – denn es fehlt der Mäzen, der Mahner, der Gründer und wie viele sagen, der Spiritus Rector Hanns Egon Wörlen.



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