21. Oktober 2014


Kriminalität

Urteil

Der sogenannte Mörder von Schaibing wird in einer Psychiatrie untergebracht. Das hat das Passauer Landgericht am vierten Prozesstag des Sicherungsverfahrens entschieden. Laut der psychologischen Gutachterin Dr. Susanne Lausch leide der Beschuldigte bereits seit mindestens zehn bis zwölf Jahren an einer hebephrenen Schizophrenie. Die Krankheit habe einen chronischen Verlauf und bereits für Veränderungen der kognitiven Funktionen und der Persönlichkeit gesorgt. Ohne stationäre Behandlung bestehe akute Wiederholungsgefahr, da der 29-Jährige durch seine Krankheit völlig unberechenbar sei. Die Richterin sagte in ihrer Urteilsbegründung, man könne den Beschuldigten nicht für seine Taten verantwortlich machen. Aufgrund seines Zustandes sind aber Taten ähnlicher Art zu erwarten. Er stelle somit eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Das Urteil ist rechtskräftig. Im Dezember letzten Jahres hatte der 29-jährige Oliver S. eine 61-Jährige aus Schaibing bei Untergriesbach mit 36 Messerstichen getötet.



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