8. Februar 2016


Kriminalität

Urteil im Schneizlreuth-Prozess

Im Prozess um die Brandkatastrophe von Schneizlreuth verurteilte das Landgericht Traunstein den Angeklagten Georg S. zu drei Jahren Haft. Er wurde damit vom Gericht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig gesprochen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Wie berichtet, ließ der Eventmanager im historischen „Pfarrbauernhof“ in Schneizlreuth jahrelang Urlaubsgäste übernachten, ohne die Brandschutzauflagen zu erfüllen. Bei der Brandkatastrophe im Mai 2015 kamen sechs Menschen ums Leben. 20 wurden teils schwerst verletzt. Bei den Opfern des Brands handelte es sich um Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Lindner aus Arnstorf. Die Staatsanwaltschaft hatte aufgrund dessen vier Jahre Gefängnis gefordert, die Verteidigung eineinhalb Jahre auf Bewährung, weil die früheren Verantwortlichen im Schneizlreuther Rathaus stets über die ungenehmigten Übernachtungen im Bilde gewesen seien. Dies ist durch eine Aktennotiz aus dem Rathaus belegt. Laut Medienberichten ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen den ehemaligen Bürgermeister von Schneizlreuth und seinen Geschäftsleiter.



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