20. August 2014


Umwelt und Natur

Wilderei bedroht Luchsvorkommen

Das belegt eine aktuelle Studie über die Verbreitung von Luchsen in Ostbayern. Ende des 19. Jahrhunderts galt der Luchs im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Tschechien und Oberösterreich als ausgestorben. Seit den 70er Jahren wurden hier wieder etwa 25 Luchse ausgesetzt. Wissenschaftler haben nun untersucht, warum sich die Tiere nicht in anderen Regionen ansiedeln, sonder fast ausschließlich in den zwei benachbarten Nationalparks leben. Ihr Fazit: Offenbar verhindern illegale Abschüsse die weitere Ausbreitung der geschützten Art. Wilderei lässt sich zwar selten nachweisen. Allerdings verschwinden immer wieder dokumentierte Jungtiere. Zudem kann die Forschungsgruppe auf Daten aus Tschechien zurückgreifen: Dort verjähren Wilderei-Vergehen nach nur einem Jahr, illegale Abschüsse werden daher häufig nachgemeldet. Offiziel bestätigt wurden 62 Tötungen. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher, so Leiter der Forschungsgruppe Jörg Müller



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