20. März 2019


Kriminalität

Zweiter Verhandlungstag

Am Mittwoch ist der Prozess gegen Timm H. vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Passau fortgesetzt worden. Der Angeklagte muss sich seit vergangener Woche wegen sexuellem Missbrauch und versuchter Nötigung von Kindern verantworten. Wie der Verteidiger von Timm H. bestätigte, wurde während der Verhandlung von der vorsitzenden Richterin entschieden, nächsten Mittwochvormittag das Urteil zu sprechen. Die Öffentlichkeit war bei den beiden bisherigen Verhandlungstagen ausgeschlossen. Die Schutzbedürftigkeit des Angeklagten habe laut dem Gericht Vorrang vor dem öffentlichen Interesse. Wie berichtet, wird Timm H. vorgeworfen, im Zeitraum zwischen September und Dezember 2017 zu insgesamt neun ihm unbekannten Mädchen Kontakt aufgenommen zu haben. Dies erfolgte über das soziale Netzwerk Instagram und über den Messengerdienst Whatsapp. Er solle von den Mädchen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren gefordert haben, ihm Fotos von ihren Händen in Plastikhandschuhen zu schicken. Diese Fotos sollten sie zusätzlich mit pornografischen Texten unterlegen. Ebenso sollten ihm die Mädchen Nacktfotos senden. Würden sich die Mädchen weigern, habe der Angeklagte gedroht, ihre Mobiltelefonnummern im Internet zu veröffentlichen. Das Ziel von Timm H. habe darin bestanden, sich mit den Fotos selbst sexuell zu erregen. Zu tätlichen Handlungen sei es aber nicht gekommen.



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